Geschichte
Die Walder Bahnhofstrasse und WALD ROLLT
1875 war das damalige Textildorf Wald arg zerstritten. Grund war die Standortwahl des Bahnhofes fernab des Dorfes im Gebiet des Nordholz-Waldes – befohlen vom fernen Bundes-Bern. Nur so war es topografisch möglich, den Anschluss der Wald-Rüti-Bahn an die geplante Tösstal-Bahn ohne Zahnradlösung zu gewährleisten. Dieses Dekret löste damals bei der Walder Bevölkerung Kopfschütteln und Unverständnis aus: Die letzten Häuser des Dorfes standen nämlich im Gebiet des heutigen Café Bachtel. Von dort bis zum geplanten Bahnhof breitete sich eine öde Senke aus, morastig und sumpfig, missbraucht als Abfallhalde.

Beim Bau der notwendigen Verbindung zum Dorf wurde dieser Schandfleck mit dem Nagelfluhgestein aufgefüllt, welches zum Bau des Bahntrassees herausgeprengt wurde – Recycling anno dazumal. Bis zur Jahrhundertwende wurde dann der grösste Teil der heute noch bestehenden Gebäude mit vielen Geschäften gebaut.

Rückblickend darf diese Geschichte als Glücksfall bezeichnet werden. Die Walder Bahnhofstrasse - seit jeher unsere beliebte Einkaufsmeile - wurde im Jahr 2005 zur Begegnungszone umgestaltet. Zudem kann sie für besondere Anlässe problemlos verkehrsfrei gehalten werden und dient so der Walder Bevölkerung und unseren Gästen immer wieder als einmaliger Festplatz mit einem gediegenen Rahmen.

Das erste WALD ROLLT 2013, angeregt durch Andreas Honegger und die BLEICHE MOTOR TROPHY, stand im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums der Bahnhofstrasse. Auch die Anlässe 2014 und 2015 war von grossem Erfolg gekrönt und von Wetterglück begleitet. Die spezielle „GOODWOOD-Atmosphäre" macht WALD ROLLT zu einem herausragenden Leckerbissen für Classic-Fans. Der im Herbst 2014 gegründete Verein WALD ROLLT sichert die regelmässige Durchführung.